TI-Gateway: Sicherer Zugang zur Telematikinfrastruktur

September 8, 2026

TI-Gateway: Sicherer Zugang zur Telematikinfrastruktur
TI-Gateway: Sicherer Zugang zur Telematikinfrastruktur

TI-Gateway – Auf einen Blick

  • Erklärung: Das TI-Gateway ist ein zentral betriebener, softwarebasierter Zugang zur Telematikinfrastruktur, der die Funktionen eines klassischen lokalen Konnektors vollständig übernimmt, ohne Installation von Hardware vor Ort. Die Anbindung erfolgt sicher und zuverlässig über zertifizierte Rechenzentren, sodass sensible Gesundheitsdaten jederzeit optimal geschützt sind.
  • Vorteile: Das TI-Gateway reduziert den technischen Aufwand, ermöglicht eine zentrale Wartung und bietet eine hohe Verfügbarkeit sowie maximale Sicherheit. Es ist ideal, um TI-Anwendungen wie das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte (ePA) zu nutzen.
  • Anwendungsbereich: Die Lösung eignet sich für Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen sowie weitere Leistungserbringer im Gesundheitswesen, die Anwendungen wie die ePA oder den Kommunikationsdienst KIM sicher einsetzen möchten.
  • Kosten: Das TI-Gateway von Telekonnekt kostet je nach Vertragslaufzeit zwischen 149 und 199 Euro netto pro Monat. Hinzu kommt eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 599 Euro.
  • Umstieg: Der Umstieg vom bisherigen Konnektor zum TI-Gateway erfolgt planbar und mit nahtloser Anknüpfung an den Praxisbetrieb.
  • Sicherheit: Das TI-Gateway erfüllt höchste Datenschutz- und IT-Sicherheitsstandards. Die verschlüsselte Datenübertragung und der geprüfte Betrieb in zertifizierten Rechenzentren gewährleisten, dass alle sensiblen Informationen vor unbefugtem Zugriff geschützt bleiben.

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Definition: Was ist das TI-Gateway?

Ein TI-Gateway stellt den Zugang zur Telematikinfrastruktur über einen Highspeed-Konnektor im Rechenzentrum bereit. Telekonnekt bietet diesen Zugang mit dem TK-Gateway an und richtet die Verbindung per Softwareclient und Fernwartung ein. Ein eigener lokaler Konnektor entfällt, während Kartenterminal, Zugangskarten und eine kompatible Praxissoftware weiterhin benötigt werden.

Über eine sichere Verbindung zum Rechenzentrum erhalten Kunden direkten Zugriff auf zentrale Anwendungen und Gesundheitsdienste wie das E-Rezept, die elektronische Patientenakte, KIM oder künftig auch den TI-Messenger (TIM). Dank hoher Ausfallsicherheit und Stabilität steht der Zugang jederzeit zuverlässig zur Verfügung – eine zukunftsfähige Lösung im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Das TI-Gateway ist nicht nur eine moderne Alternative zum bisherigen Konnektor, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung TI 2.0. Diese neue Ausbaustufe macht den TI-Zugang und den Empfang von Daten flexibler und hat das Ziel, künftig auf Hardware-Konnektoren zu verzichten. Mit dem TI-Gateway können Leistungserbringer diesen Übergang schon heute beginnen.

Was kostet das TI-Gateway für meine Praxis?

Das TI-Gateway von Telekonnekt kostet für eine Praxis je nach Vertragslaufzeit zwischen 149 und 199 Euro netto pro Monat. Bei zwölf Monaten beträgt der Preis 199 Euro, bei 24 Monaten 179 Euro, bei 36 Monaten 159 Euro und bei 60 Monaten 149 Euro netto monatlich. Hinzu kommt eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 599 Euro.

Im Preis enthalten sind bei Telekonnekt ein KIM-Postfach, ein Kartenterminal und alle PTV-Lizenzen. Die konkreten Gesamtkosten für Ihre Praxis hängen daher vor allem von der gewählten Vertragslaufzeit sowie von zusätzlich benötigten Produkten oder Arbeitsumgebungen ab. Die jeweils aktuellen Konditionen finden Sie direkt im Telekonnekt-Kundenshop.

Voraussetzungen für die Nutzung des TI-Gateways

Das TI-Gateway verbindet die IT-Systeme einer medizinischen Einrichtung über eine gesicherte VPN-Verbindung mit der Telematikinfrastruktur. Die Anbindung erfolgt entweder über eine zertifizierte Hardware-Appliance oder ein Software-Modul, das den Zugang zu einem Highspeed-Konnektor im Rechenzentrum herstellt. Dort wird der Betrieb zentral überwacht, gewartet und abgesichert.

Für die Nutzung sind mehrere Komponenten notwendig:

  • Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA): Der eHBA dient der persönlichen Authentifizierung und wird bei den zuständigen Kammern oder zentral über das elektronische Gesundheitsberuferegister beantragt. Anschließend muss der Ausweis dann bei einem Vertrauensdienstleister (beispielsweise D-Trust) bestellt werden.
  • Institutionskarte SMC-B: Die SMC-B-Karte identifiziert die Einrichtung innerhalb der Telematikinfrastruktur. Sie kann erst beantragt werden, wenn mindestens ein gültiger HBA vorliegt. Nach der Beantragung muss die SMC-B dann über einen Vertrauensdienstleister bestellt werden. Anbieter wie D-Trust oder medisign versenden die Karte nach Prüfung zusammen mit der PIN.
  • E-Health-Kartenterminal: Zum Einlesen vom eHBA und der SMC-B ist ein stationäres Kartenterminal erforderlich, welches über eine Anbieterzulassung von der gematik verfügt.
  • Kompatibles Primärsystem: Praxisverwaltungssysteme, Krankenhausinformationssysteme oder Pflegesoftware müssen kompatibel sein, von der gematik bestätigt und im ärztlichen bzw. zahnärztlichen Bereich zusätzlich von KBV oder KZBV zugelassen werden.
  • VPN-Zugang: Beim TI-Gateway ist der VPN-Dienst bereits integriert, sodass kein separater Zugangsdienst beauftragt werden muss.

Sichere Anbindung an die TI in zwei Schritten

  1. Bestellung bei Telekonnekt: Sie beauftragen das TK-Gateway im Telekonnekt-Kundenshop und wählen anschließend einen Installationstermin. Das gilt sowohl für die erstmalige TI-Anbindung als auch für den Wechsel vom bisherigen lokalen Konnektor.
  2. Einrichtung durch Telekonnekt: Telekonnekt richtet den Gateway-Zugang per Fernwartung über einen Softwareclient ein. Dieser stellt die gesicherte Verbindung zur zentralen Konnektortechnik im Rechenzentrum her.

Sicherheit: Das RISE-TI-Gateway wurde in enger Abstimmung mit der gematik und dem BSI entwickelt und zertifiziert. Jeder Nutzer erhält einen individuellen VPN-Zugang, ergänzt durch eine automatische Netzwerksegmentierung, die unbefugte Interaktionen ausschließt. Die Verbindung ist doppelt gesichert, durch ein starkes VPN und zusätzliche TLS-Verschlüsselung, und damit manipulationssicher. Die Highspeed-Konnektoren befinden sich in georedundanten Hochsicherheitsrechenzentren in Deutschland, die sowohl physischen Zugriff als auch Ausfälle wirksam verhindern.

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Vorteile des TI-Gateways im Überblick

  • Minimaler technischer Aufwand: Für den Betrieb ist kein eigener Konnektor vor Ort erforderlich, wodurch Neustarts oder manuelle Wartungsarbeiten entfallen. Die Verbindung zur Telematikinfrastruktur erfolgt vollständig über das Rechenzentrum.
  • Zentrale Wartung & Service: Updates und Sicherheitsanpassungen werden automatisch eingespielt, ohne dass Eingriffe vor Ort notwendig sind. Das sorgt für eine hohe Verfügbarkeit und gewährleistet aktuelle Sicherheitsstandards aus erster Hand.
  • Höchste Sicherheit: Sensible Gesundheitsdaten werden über geprüfte, verschlüsselte Verbindungen mit individuellem VPN-Zugang übertragen. Georedundante Rechenzentren schützen vor Ausfällen und unbefugtem Zugriff.
  • Einfache Verwaltung: Ein einziger Vertrag mit dem TI-Dienstleister deckt Betrieb, Wartung und Sicherheit vollständig ab.
  • Reibungsloser Wechsel: Der Umstieg vom bisherigen Konnektor oder anderen Systemen erfolgt planbar per Fernwartung mit nahtloser Anknüpfung an den Praxisbetrieb. Bestehende Komponenten wie Kartenterminals können weiter genutzt werden und behalten ihre volle Leistungsfähigkeit.
  • Nachhaltigkeit: Durch den Verzicht auf zusätzliche Hardware sinken sowohl der Energieverbrauch als auch die Kosten. Außerdem entfällt der regelmäßige Hardwareaustausch, was die Umweltbelastung reduziert.
  • Zukunftsfähigkeit: Das TI-Gateway ist bereits heute für TI 2.0 und Anwendungen wie den TI-Messenger oder digitale Identitäten vorbereitet.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist das TI-Gateway?

Das TI-Gateway ist ein moderner, softwarebasierter Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI). Im Gegensatz zu klassischen, lokalen Konnektoren erfolgt die Anbindung über einen Highspeed-Konnektor in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum. Dadurch entfällt die Installation und Wartung vor Ort, während alle TI-Anwendungen stabil und sicher genutzt werden können.

Was kostet ein TI-Gateway pro Monat?

Das TI-Gateway von Telekonnekt kostet abhängig von der Vertragslaufzeit zwischen 149 und 199 Euro netto pro Monat. Die günstigste Monatsrate von 149 Euro gilt bei 60 Monaten Laufzeit; zusätzlich fällt einmalig eine Bereitstellungsgebühr von 599 Euro an.

Wer übernimmt die Kosten für die TI-Anbindung der Praxen?

Die Kosten für den TI-Anschluss werden in der Regel durch die zuständige Kassen(zahn)ärztliche Vereinigung (KZV) sowie über den GKV-Spitzenverband. Weiterführende Informationen zu den gesetzlich festgelegten TI-Finanzierungsregeln finden Sie hier.

Was ist ein TI-Zugang?

Ein TI-Zugang ermöglicht Leistungserbringern im Gesundheitswesen die sichere digitale Kommunikation und den Zugriff auf zentrale Anwendungen der Telematikinfrastruktur. Dazu gehören unter anderem der Austausch medizinischer Daten, der Zugriff auf elektronische Akten sowie die Nutzung digitaler Rezepte. Die Verbindung erfolgt verschlüsselt, in der Regel über einen VPN-Zugang, und unter Einhaltung strenger Datenschutzvorgaben.

Fabio Zielke

Fabio Zielke

Head of Marketing & Sales

Telekonnekt GmbH

Häufige Fragen und Antworten

Wie funktioniert die Telematikinfrastruktur?
Die Telematikinfrastruktur (TI) verbindet alle Akteure des deutschen Gesundheitswesens über ein sicheres, geschlossenes Netzwerk. Der Datenaustausch erfolgt ausschließlich verschlüsselt – über den Konnektor / das TI-Gateway, den VPN-Zugangsdienst und zertifizierte Anwendungen wie KiM oder TI-Messenger. So können Praxen, Kliniken, Apotheken und andere Einrichtungen medizinische Informationen sicher austauschen.
Was braucht man für den Anschluss an die

Telematikinfrastruktur?
Für den Anschluss an die TI sind mehrere technische Komponenten erforderlich: ein Konnektor oder ein TI-Gateway zur sicheren Verbindung, Kartenterminals zum Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte, ein Praxisausweis (SMC-B) und ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) zur Authentifizierung. Hinzu kommen eine TI-kompatible Praxissoftware und ein KiM-Dienst für die verschlüsselte Kommunikation.
Was ist Telematik einfach erklärt?
Telematik bedeutet die Verbindung von Telekommunikation und Informatik. Im Gesundheitswesen ermöglicht sie den sicheren digitalen Austausch sensibler Gesundheitsdaten zwischen Ärzten, Apotheken, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und weiteren Beteiligten. Die Telematikinfrastruktur ist also das digitale Rückgrat des Gesundheitswesens.

Häufige Fragen und Antworten

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