
Telematikinfrastruktur für Ergotherapeuten – Auf einen Blick
- Wann wird die TI für Ergotherapeuten verpflichtend? Die TI-Anbindung für Ergotherapeuten und weitere Heilmittelerbringer wurde vom 1. Januar 2026 auf den 1. Oktober 2027 verschoben.
- Welche Anwendungen sind für Ergotherapiepraxen relevant? Für Ergotherapeuten werden vor allem KiM, die ePA, der TI-Messenger und perspektivisch die eVerordnung wichtig.
- Welche Vorteile bringt die TI im Praxisalltag? Die TI kann Therapieberichte, Rückfragen, Verordnungen und Gesundheitsdaten digitaler, sicherer und schneller verfügbar machen. Dadurch sinken Medienbrüche, Verwaltungsaufwand und typische Fehlerquellen in der Praxisorganisation.
- Welche Technik braucht eine Ergotherapiepraxis für den TI-Anschluss? Ergotherapiepraxen benötigen eine stabile Internetverbindung, TI-fähige Software, eHBA und SMC-B sowie ein Kartenterminal oder einen modernen TI-Zugang. Besonders schlank lässt sich die Anbindung über ein TI-Gateway umsetzen.
- Wie unterstützt Telekonnekt Ergotherapiepraxen beim TI-Anschluss? Telekonnekt unterstützt Ergotherapiepraxen mit einem modernen TI-Gateway, Beratung zu eHBA und SMC-B sowie Begleitung bei KiM, ePA und eVerordnung. So wird der TI-Anschluss planbarer und technisch weniger aufwendig.
Ergotherapie im vernetzten Gesundheitswesen: Warum die TI jetzt relevant wird
Ergotherapiepraxen arbeiten selten isoliert. Viele Behandlungen entstehen im Zusammenspiel mit Arztpraxen, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Pflege, Angehörigen und Krankenkassen. Genau an diesen Schnittstellen entstehen heute noch Medienbrüche: Therapieberichte werden verschickt, Rückfragen telefonisch geklärt, Verordnungen manuell geprüft und wichtige Informationen liegen nicht immer dort vor, wo sie im Behandlungskontext gebraucht werden.
Die Telematikinfrastruktur soll diese Abläufe sicherer und digitaler machen. Sie verbindet Leistungserbringer über geschützte Anwendungen wie KiM, die ePA, den TI-Messenger und perspektivisch die elektronische Verordnung. Für Ergotherapiepraxen wird die TI damit nicht nur zur gesetzlichen Pflicht, sondern zu einer Grundlage für besser abgestimmte Therapieprozesse.
TI-Pflicht für Ergotherapeuten: Fristen, Anschlusszeitraum und aktueller Stand
Die TI-Pflicht für Ergotherapeuten ist im § 360 SGB V geregelt und betrifft Ergotherapiepraxen als Heilmittelerbringer. Ursprünglich war der verpflichtende Anschluss an die Telematikinfrastruktur zum 1. Januar 2026 vorgesehen. Der Bundestag hat die Frist jedoch auf den 1. Oktober 2027 verschoben, unter anderem weil sich auch die Einführung der elektronischen Heilmittelverordnung verzögert hat.
Wichtig für Praxen: Ergotherapeuten können sich weiterhin bereits freiwillig anbinden und die Übergangszeit für Technik, Karten, Praxissoftware und Refinanzierung nutzen.
KiM, ePA, eVerordnung und TI-Messenger: Welche Anwendungen wichtig werden
Für Ergotherapeuten wird die Telematikinfrastruktur vor allem dort relevant, wo heute noch viel über Papier, Fax, Telefon oder normale E-Mail läuft. Die zentralen TI-Anwendungen unterstützen den sicheren Austausch von Gesundheitsdaten, erleichtern die Kommunikation mit Ärzten und Krankenkassen und bereiten Ergotherapiepraxen auf digitale Verordnungsprozesse vor.
KiM: sichere Kommunikation mit Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen
KiM steht für Kommunikation im Medizinwesen und ist der sichere E-Mail-Dienst innerhalb der Telematikinfrastruktur. Ergotherapiepraxen können darüber Therapieberichte, Rückfragen zu Heilmittelverordnungen, Befunde oder ergänzende Informationen verschlüsselt und datenschutzkonform versenden. Statt Fax, Post oder unsicherer E-Mail entsteht ein verbindlicher Kommunikationsweg für sensible Gesundheitsdaten.
ePA: relevante Patientendaten besser einordnen
Die elektronische Patientenakte (ePA) bündelt medizinische Informationen wie Befunde, Arztbriefe, Medikationspläne oder Entlassberichte. Für Ergotherapeuten kann der Zugriff besonders bei Anamnese, Therapieplanung und Verlaufseinschätzung hilfreich sein, z.B. bei neurologischen, orthopädischen, geriatrischen oder psychosozialen Behandlungsverläufen.
e-Verordnung: perspektivisch weniger Papier in der Verordnung
Die eVerordnung soll Heilmittelverordnungen künftig digital abbilden. Für Ergotherapiepraxen ist das relevant, weil rund um Papierverordnungen heute viele manuelle Schritte, Rückfragen und Fehlerquellen entstehen. Perspektivisch können Verordnungsdaten digital in die Praxissoftware übernommen werden.
TI-Messenger: schnelle Abstimmung im Gesundheitswesen
Der TI-Messenger ergänzt KiM um sichere Kurznachrichten im Gesundheitswesen. Er eignet sich für kurze Abstimmungen, etwa wenn Rückfragen an Arztpraxen, Krankenhäuser oder andere beteiligte Leistungserbringer schnell geklärt werden müssen. Für Ergotherapeuten kann der TI-Messenger den direkten Austausch beschleunigen und Informationsverluste zwischen den Beteiligten reduzieren.
Technik, Karten und Zugang: Was Ergotherapiepraxen vorbereiten sollten
Damit Ergotherapiepraxen die Telematikinfrastruktur nutzen können, braucht es eine passende technische Grundlage. Viele Komponenten sind bereits vorhanden, etwa Internetanschluss, Praxisrechner oder Praxissoftware. Entscheidend ist, dass diese Systeme TI-fähig sind und sicher miteinander verbunden werden.
Für den TI-Anschluss benötigen Ergotherapiepraxen vor allem:
- stabile Internetverbindung über DSL oder Kabel
- PC, Laptop oder Tablet passend zur Praxissoftware
- TI-fähige Praxissoftware für KiM, ePA und perspektivisch eVerordnung
- eHBA zur persönlichen Identifikation und zur Beantragung der SMC-B
- SMC-B als Institutionskarte für den Praxisstandort
- eHealth Kartenterminal zum Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte
Moderne TI-Anbindung für Ergotherapie-Praxen mittels TI-Gateway
Ein TI-Gateway ist für viele Ergotherapiepraxen der moderne Weg in die Telematikinfrastruktur. Statt einen eigenen Konnektor dauerhaft vor Ort zu betreiben, wird der TI-Zugang über eine zentrale, zugelassene Gateway-Infrastruktur bereitgestellt. Das reduziert lokalen Hardwareaufwand, Installation, Wartung, Updates und technische Komplexität in der Praxis.
Das TI-Gateway von Telekonnekt (TK-Gateway) ist darauf ausgelegt, den Anschluss möglichst einfach und planbar umzusetzen. Telekonnekt begleitet Ergotherapeuten bei der technischen Einrichtung, der Abstimmung mit Praxissoftware und Karten sowie beim Einstieg in erste TI-Anwendungen. So wird die TI-Anbindung zu einem strukturierten Schritt in Richtung digitale Ergotherapiepraxis.
TI-Fahrplan, Kosten und Refinanzierung
Die verschobene TI-Frist bis zum 01.10.2027 gibt Ergotherapiepraxen mehr Zeit für die Vorbereitung. Trotzdem lohnt es sich, den Anschluss nicht bis kurz vor Fristende aufzuschieben. eHBA, SMC-B, Softwareabstimmung, Anbieterwahl und technische Einrichtung brauchen Vorlauf.
Ein sinnvoller Fahrplan könnte wie folgt aussehen:
- 2026: TI-Lösung auswählen, Praxissoftware prüfen, eHBA und SMC-B beantragen
- 2027: TI-Anschluss umsetzen, KiM und ePA-Zugriff testen, Refinanzierung beantragen
- Ab 2028: eVerordnung sicher in den Praxisalltag integrieren
Für Ergotherapiepraxen und weitere Leistungserbringer im Heilmittelbereich gibt es eine Finanzierungsvereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Berufsverbänden der Logopädie, Podologie und Ergotherapie. Praxen, die sich seit dem 1. Juli 2024 an die Telematikinfrastruktur angeschlossen haben oder jetzt anschließen, können monatliche TI-Pauschalen erhalten.
Telekonnekt als Support auf dem Weg zum TI-Anschluss
Wir unterstützten Ergotherapiepraxen mit dem TK-Gateway beim Einstieg in die Telematikinfrastruktur ohne eigene Hardware vor Ort. Neben der technischen Einrichtung erhalten Sie Unterstützung bei der Beantragung von eHBA und SMC-B sowie bei der Abstimmung mit Ihrer Praxissoftware.
Die Zeit bis Oktober 2027 lässt sich sinnvoll nutzen: Wer früh anschließt, kann TI-Pauschalen beantragen und den Umstieg in Ruhe angehen. Als Telekonnekt stehen wir Ihnen dabei gern als Ansprechpartner zur Verfügung!
Häufige Fragen und Antworten
Welches TI-Gateway bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ergotherapiepraxen?
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet ein TI-Gateway dann, wenn es den technischen Aufwand in der Praxis reduziert, relevante Anwendungen wie KiM, ePA und perspektivisch die eVerordnung unterstützt und transparente Kosten bietet. Für Ergotherapiepraxen ist das TI-Gateway von Telekonnekt besonders interessant, weil es den Zugang zur TI ohne lokalen Konnektor ermöglicht und die Anbindung planbarer macht.
Welche TI-Anbieter sind für Ergotherapeuten am besten geeignet?
Für Ergotherapeuten geeignet sind TI-Anbieter, die Heilmittelerbringer kennen und nicht nur Technik bereitstellen, sondern auch bei Anwendungen, Support und Refinanzierung unterstützen. Ergotherapiepraxen profitieren besonders von Anbietern, die den TI-Anschluss schlank umsetzen und den Einstieg in KiM, ePA und eVerordnung verständlich begleiten.
Welche TI-Anbindung ist ideal für Ergotherapeuten?
Ideal ist eine TI-Anbindung, die sicher, zukunftsfähig und möglichst wartungsarm ist. Für viele Ergotherapiepraxen ist deshalb ein TI-Gateway sinnvoller als ein lokaler Konnektor, weil weniger Hardware vor Ort betrieben werden muss. Mit dem TI-Gateway von Telekonnekt lässt sich die Anbindung strukturiert umsetzen und auf Anwendungen wie KiM, ePA und eVerordnung vorbereiten.
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